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Anne Lütken, Broholm Gods Anne Lütken, Broholm Gods

Historischer Luxus auf Fünen

Der Rahmen könnte schöner nicht sein. Die Natur ist reizvoll, und die Herrensitze liegen wie Perlen an der Schnur. Hans Christian Andersen nannte Fünen einst „das Land der 100 Herrensitze“. Wir haben Broholm besucht, das mit einem neuen Gourmetrestaurant 2008, weiteren Zimmern und auf längere Sicht Plänen für Golf auf hohem Niveau die Zukunft fest im Blick hat.

einzigartig Authentizität

Broholm Gods, Dobbeltværelse Broholm Gods, Dobbeltværelse
„Die 12. Generation auf einem Herrensitz zu sein ist eine Freude, aber auch eine große Verpflichtung. Jedenfalls ist es kein ganz normaler Job, sondern ein Lebensstil“, sagt Anne Lütken mit Nachdruck, während in den anheimelnden Gemächern im Hauptgebäude von Broholm der Kaffee getrunken wird.

Obwohl der Raum nicht die Privatwohnung des Paares ist, ist das Ambiente ausgesprochen gemütlich, und das Interieur bestätigt, dass die historische herrschaftliche Stimmung kein Zufall ist.

Die Möbel sind original und passen zeitlich zu den Räumen, sorgfältig ausgewählt, damit die Gäste sich stets willkommen fühlen und die ganz besondere Stimmung eines Herrensitzes spüren.

„Unsere Eigenart, unsere Authentizität, ist einzigartig, wie ich glaube – und genau das heben die Gäste auf Broholm hervor. Dass man das Gefühl hat wie „anno dazumal“ und dass sich unsere Gäste frei in den Räumen bewegen können, z. B. die Mahlzeiten in einer originalen, sorgfältig restaurierten Umgebung einnehmen können“, berichtet Anne Lütken.

Broholm hat zurzeit 15 individuell eingerichtete Zimmer. Im Laufe einer überschaubaren Reihe von Jahren ist eine Erweiterung geplant. Die Nachfrage ist vorhanden und angesichts des Stellenwerts, den Verwöhnung und einzigartige Erlebnisse bei reifen, modernen Urlaubsgästen haben, meint Anne Lütken auch, dass diese Entwicklung ganz natürlich ist.

„Wir übernahmen Broholm im Jahre 2001 in verfallenem Zustand und restaurieren das Haus immer noch. Inzwischen jedoch ist es voll brauchbar. Unsere Vision ist, Country-Club-Elemente auf Broholm einzubauen. Wir haben bereits unser großes Reitcenter, und wenn wir die Genehmigung für den Golfplatz bekommen, werden wir auch eine Wellness-Abteilung einrichten. Alles, um ein Pauschalangebot machen zu können“, berichtet sie.



Trappetårnet Broholm Gods Trappetårnet Broholm Gods
Zum kompletten Paket fehlte bisher ein gutes Restaurant, aber die Vorbereitungen sind in vollem Gange – Eröffnung 2008.
 
„In unserer Gegend gibt es bereits gute Restaurants, z. B. in Lundeborg, aber wir möchten gern Aufenthalt und Speisen als Gesamtheit anbieten. Das verstärkt unser Konzept und das Gefühl von Gutshofluxus“, sagt Anne Lütken.

Im Augenblick brummt das Geschäft mit Privatgästen, Konferenzen, exklusiven geschäftlichen Besprechungen, Lehrgängen, privaten Feiern und Veranstaltungen.

„Zum einen wissen die Gäste heute sehr genau, was sie suchen. Sie sind anspruchsvoll und verlangen das Ultimative. Das jedoch trägt dazu bei, uns ständig auf Trab zu halten und besten Service zu bieten. Zum anderen schätzen unsere Gäste besondere stimmungsvolle Erlebnisse, an die sie sich noch lange erinnern, und deshalb kommt man zu uns, um sich selbst zu verwöhnen. Der Rahmen ist hervorragend, und als Zugabe gibt es die interessante Geschichte hier am Ort, deren Flügelschlag man sich ganz einfach nicht entziehen kann, wenn man erst hier ist.

Das ist untertrieben: Im Klavierzimmer hängen z. B. ganze Reihen von Renaissancegemälden von Königen, Adel, Söhnen, Töchtern und Ehefrauen. An den Wänden sind die Stammtafeln angelehnt und zeugen von Broholms langer Geschichte.

Anne Lütken arbeitet gegenwärtig an einem Buch über Broholms Geschichte, das sie gemeinsam mit der Historikerin Anna Grethe Amkær schreiben will – denn, wie sie sagt, das fehlt bisher. Sie weiß nämlich selbst sehr viel über ihre Ahnen, ihre Taten und wie die verschiedenen Räume gebaut und eingerichtet sind. Einige in der Renaissance aus der Gründungszeit des Herrensitzes im 17. Jahrhundert, andere aus den 1850er Jahren, als der Stil heller und leichter war.

„Ich gebe mir große Mühe, Dinge zu finden, die dort hineinpassen – sei es, indem ich alte Dinge instand setze oder auf Versteigerungen erwerbe. In dieser Beziehung lasse ich mich nicht auf Kompromisse ein, denn das ist das Markenzeichen von Broholm. Aber die Zimmer müssen natürlich auch zur Gegenwart passen – mit modernem Komfort, guten Betten, Badezimmern usw.“, berichtet sie über die umfassenden Einrichtungsarbeiten. Die Arbeit, Broholm zu führen und instand zu halten, kostet viele Stunden, aber die Erbfolge ist bereits gesichert – Sohn Anders als 13. Generation wird es einst übernehmen, wenn Anne Lütken aufhört.

„Es ist schon etwas ganz Besonderes, wenn ein Haus so lange in Familienbesitz ist. Und es ist eine riesengroße tägliche Freude, hier sein zu dürfen und zu erleben, wie Broholm sich entwickelt.“