Bente Sonne og Ulla SonneDie Insel der Künstler
Kunst und Kunstgewerbe hohen Karats, eine schöne, milde Natur, gegenseitige Inspiration und Dynamik – das sind Werte, die die Geschwister Ulla und Bente Sonne, Keramikerin und Glasmacherin, Fünen zubilligen.
Die Keramikerin
Ulla Sonne, Keramiker
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„Dies ist jedenfalls mein Eindruck als Zuzüglerin“, meint Ulla Sonne, landesweit bekannte und anerkannte Keramikerin mit über 20 Jahren Erfahrung. Sie zog 2006 zusammen mit ihrem Mann nach Svendborg, der im Bereich Grafik, Bilder und Ton selbständig ist. Im Laden und in der Werkstatt in den Gässchen unweit des Hafens entsteht ihre Keramik, nordisch im Stil und mit überraschenden Details, feinen Glasuren und Farben.
„Wir haben hier in Svendborg von vorn begonnen, weit weg von Kopenhagen und dem geschäftigen Leben, dem großen Haus und den vielen Verpflichtungen. Und das ist wunderschön. Die Ruhe ist unverkennbar. Hier ist Zeit, die mentale Ruhe als Voraussetzung für die Kreativität zu finden, um Neues zu schaffen und ein hohes Niveau aufrecht zu erhalten“, sagt Ulla Sonne.
Glasmageren
Bente Sonne, Glasmager
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„Fünen ist – vielleicht wieder – ein guter Ort für das Kunstgewerbe, weil die Aufmerksamkeit sich positiv und energisch auf die vielen Menschen vor Ort richtet, die wirklich etwas Schönes zustande bringen“, sagt sie. „So war es nicht, als ich vor ca. 15 Jahren nach Fünen zog.“
„Ich lebe schon immer so etwa nach dem Mythos vom „armen Künstler“, der kostenlos arbeitet und die Arbeit aufsucht, weil er sonst nichts zum Leben hat. Wir mussten auch unsere erste Vision aufgeben, die wir in den 1990er Jahren hatten, als wir herausfanden, dass wir nicht wie erwartet vom Glas leben konnten. Das waren schwere Jahre. In jüngster Zeit hat sich jedoch die Situation gebessert, und das eröffnet ganz neue kreative Möglichkeiten. Es ist herrlich, dies auf der persönlichen Ebene zu erleben, aber auch, dass die Leute sich wieder echt für gutes Kunstgewerbe interessieren. Das ist neu und das schafft natürlich einen positiven Geist und Entwicklung“, sagt Bente Sonne.
Ro og inspiration
[size=2]Für die Schwestern ist es schön, fast nebeneinander zu leben, nachdem sie in Kopenhagen aufgewachsen sind, wo sie beide als Teenager den Entschluss fassten, Kunsthandwerker zu werden und sich auf Glas bzw. Keramik zu spezialisieren. Sie haben beide nach der Devise gelebt: „Die Lust treibt das Werk“ – denn Geld konnte man eigentlich nie mit Kunstgewerbe verdienen.[/size]
„Deshalb ist es natürlich wichtig, dass man seine Arbeit wirklich liebt. In schweren Zeiten ist genau dies die Triebfeder, um auszuhalten, und die große Furcht: Was wird, wenn man einfach aufhören muss, weil man nicht davon leben kann?“, sagt Bente Sonne. Ulla Sonne stimmt ihr zu:
„Zeitweise habe ich große Partien an große Kunden geliefert, und das schafft eine gewisse Sicherheit, die es normalerweise für eine Künstlerin mit schwingenden Einnahmen nicht gibt. Aber nachdem wir hierher gezogen sind, habe ich sehr viel Inspiration gefunden, und das ist auf die Ruhe zurückzuführen, glaube ich. Hier haben wir Zeit, die Gedanken abzuklären“, sagt sie.
Ob es die Stille, die idyllischen Landschaften überall oder etwas ganz anderes ist, was sich so positiv auf die Kreativität auswirkt, lässt sich nicht entscheiden. Aber es ist eine Tatsache, dass es viele gute Künstler und Kunsthandwerker auf Fünen und den umliegenden Inseln gibt.
Man skal aldrig hvile på lauerbærrene
Beide Schwestern sind landesweit bekannt für ihre Arbeiten und haben gut laufende Geschäfte. Das Ziel ihrer Wünsche dürfte damit erreicht sein – vom armen Kunsthandwerker zum etablierten und respektierten Kunstgewerbler.„Es stimmt schon, dass ich das Gefühl habe, dass ich ein Traumkapitel im Leben erreicht habe: Ich lebe an einem schönen Ort, beschäftige mich mit dem, was ich am liebsten tue, und habe fast zum ersten Mal in meiner Karriere keine finanziellen Sorgen. Aber deshalb ist es auch besonders interessant zu arbeiten, den Ideen und Inspiration freien Lauf zu lassen“, sagt Ulla Sonne. Schwester Bente stimmt zu.
„Umgekehrt darf man sich niemals auf seinen Lorbeeren ausruhen, denn dann wird es langweilig. Wir brennen beide für das, was wir machen – und entwickeln uns ständig weiter. Gerade jetzt ist es unglaublich spannend, all die neuen Dinge zu entdecken, die sich an der Kunsthandwerksfront tun.



